






 







» Turfpost
» GaloppLinks
»
the virtual gaucho
»
Island-Kochbuch
» Postorama

|
Englische Vollblüter sind die schnellsten Pferde der Welt.
Silvano
Silvano Foto: Heidrun KüsterBrauner Hengst, gezogen 1996 in GER von Lomitas aus der Spirit of Eagles .
GAG 1999: 95.0 kg (Flachrennen)
GAG 2000: 97.5 kg (Flachrennen)
GAG 2001: 101.5 kg (Flachrennen)
Zucht: Silvano wird oder wurde in der Vollblutzucht als Deckhengst eingesetzt.
Nachkommen: Die 103 Nachkommen von Silvano, die wir in der Datenbank haben, finden Sie auf Silvanos Nachkommen-Seite.
Abstammung: Vier-Generationen-Pedigree von Silvano.
Notizen:
Züchter & Besitzer: Stiftung Gestüt Fährhof
SILVANO wurde von Andreas Wöhler in Bremen trainiert.
2- bis 5-Jährig lief SILVANO in insgesamt 18 Rennen. 7 davon konnte er gewinnen, in weiteren 7 Rennen lief er in die Platzierung. Seine Gesamtgewinnsumme beträgt umgerechnet 2.454.253 Euro, sein höchstes in Deutschland erzieltes GAG ist 97,5.
In der Saison 2001 war SILVANO nur im Ausland am Start. Wie noch zu lesen sein wird, erzielte er dort großartige Ergebnisse und erreichte ein GAG von 101,5.
SILVANO wurde 2001 zum Galopper des Jahres gewählt.
Als Zweijähriger schnupperte SILVANO einmal Rennbahnluft. Am 11. September 1998 ging er in Bremen an den Start des Preises der Neue Leben Versicherung AG (EBF, 1400m, Boden: weich 5,2). Mit Erwin Dubravka im Sattel konnte er direkt leicht mit 1¾ Längen vor Rampoldi, High Shean und Api Sa gewinnen. Am Toto zahlte er lohnende 93:10. 6.000 DM galoppiete er mit diesem Sieg ein und erhielt dafür ein GAG von 75,0.
Seinen ersten Start in klassischem Alter absolvierte SILVANO am 25. April 1999 im Frankfurter Quotenhaus Frankfurt Preis (Gruppe III, 2050m, Boden: gut 3,8). Mit Andreas Boschert im Sattel blieb er unter den Erwartungen und wurde Sechster von 12 Pferden. Gewonnen wurde die Prüfung von Imperioso vor Hibiscus, Fastaghano, Maestoso und Acambaro.
Erneut in Bremen am Start, konnte SILVANO am 23. Mai 1999 wieder alles richtig stellen, als er unter Andreas Boschert den Preis der Deutschen Bank AG, Bremen (2200m, Boden: gut 4,0) überlegen mit 5 Längen vor Draploy und Lofabiolo gewann.
Als nächstes ging es am 13. Juni 1999 an den Start des Kölner 164. Oppenheim-Colonia-Union-Rennens (Gruppe II, 2200m, Boden: gut 4,0). SILVANO wurde mit einer Quote von 164:10 sträflich unterschätzt, alles Vertrauen in diesem Rennen ging mit dem 15:10 Favoriten Sumitas. Kevin Woodburn war erstmals der Partner von SILVANO. Dieser kam mit ihm vom letzten Platz angeflogen und entschied die Prüfung noch sicher mit einer Länge vor Karakal für sich. Dritter wurde Ituango, danach folgten Banyumanik, Montalban und der enttäuschende Sumitas (allerdings entschuldigt durch gesundheitliche Probleme).
Im Blauen Band durfte SILVANO nun natürlich nicht fehlen. Am 4. Juli 1999 wurde das BMW 130. Deutsche Derby (Gruppe I, 2400m) gelaufen, an einem sehr heißen Tag war der Boden mit 4,2 gut. SILVANO war wieder Andreas Boschert anvertraut und ging mit 97:10 als 5. Favorit von 18 Startern ins Rennen - Stehvermögen schienen ihm die Wetter doch nicht so recht zuzutrauen. Aber SILVANO hielt sich als Vierter beachtlich, wenn ihn auch knappe 7 Längen vom Sieger Belenus trennten. Zweiter wurde Acambaro, Dritte die Stute Flamingo Road. Auf den fünften Platz kam der Favorit Sumitas.
Nun sollte schon SILVANOs letzter Start als Dreijähriger folgen. Am 25. Juli 1999 ging es im Düsseldorfer WGZ Bank-Deutschlandpreis - Grosser Preis der Westdeutschen Genossenschafts Zentralbank (Gruppe I, Boden: gut 4,2) wieder über 2400m. Unter Andreas Boschert konnte der erstmals gegen die älteren Pferde antretende SILVANO im kleinen Fünferfeld nur den 4. Platz erreichen. Gewonnen wurde die Prüfung von Ungaro vor Sumitas und dem Engländer Dark Shell. Fünfter wurde Montalban.
Dreijährig galoppierte SILVANO bei 5 Starts, 2 Siegen und 2 Plätzen 203.200 DM in die Kassen seines Besitzers und erreichte ein GAG von 95,0. Gesundheitliche Probleme zwangen ihn nun zu einer längeren Pause.
Wieder auf der Rennbahn zu sehen war SILVANO dann am 30. April 2000 in Köln. Im 65. Gerling-Preis (Gruppe II, 2400m, Boden: weich 4,8) gab er sein Debut als Vierjähriger. Mit Andreas Suborics im Sattel musste er sich der überlegenen Schlenderhaner Stute Catella geschlagen geben. Er endete 4 Längen hinter ihr auf dem zweiten Platz, konnte aber Laveron und die 19:10 Favoritin Flamingo Road in die Schranken verweisen.
Revanche war in Baden-Baden angesagt. Unter identischen Gewichtsbedingungen ging es am 4. Juni 2000 im 29. Emirates - Grossen Preis der Wirtschaft (Gruppe II, 2200m, Boden: weich 4,5) wieder gegen Catella ins Rennen. Unter Andreas Boschert konnte SILVANO das Blatt wenden und gewann schließlich leicht mit 3½ Längen vor der 18:10 Favoritin Catella. Dahinter folgten Flamingo Road, Laveron und der Lokalmatador Hatched Blade.
Im Rahmen des Derbymeetings ging es auch in dieser Saison wieder nach Hamburg. Am 25. Juni 2000 schenkte man SILVANO im 104. IDEE Hansa-Preis (Gruppe II, 2200m) großes Vertrauen und wettete den von Andreas Suborics gerittenen Hengst auf 16:10 herunter. Mit einem Wert von 7,1 war die Bahn sehr schwer geworden, zudem wurde das Rennen auf der Innenbahn gelaufen. SILVANO konnte das in ihn gesetzte Vertrauen im kleinen Fünferfeld nicht einlösen und wurde im toten Rennen Dritter mit Sambakönig. Gewonnen wurde der Hansa-Preis von Flamingo Road vor dem nach Norwegen verkauften Albaran. Fünfter wurde Imperioso.
SILVANOs Deutschland-Karriere war mit dem Hamburger Laufen beendet. Von nun an sollte er nur noch im Ausland an den Start gehen. 5 verschiedene Länder sollte er noch bereisen, den Anfang machte nach einer kleinen Pause Hongkong. Am 17. Dezember 2000 wurde SILVANO unter Andreas Suborics in der Hong Kong Vase (Gruppe I, 2400m, Boden: gut) aufgeboten und lief ein vorzügliches Rennen. Gewonnen wurde die Vase von Daliapour vor Ela Athena, dem ebenfalls aus Deutschland kommenden Caitano und Indigenous. SILVANO wurde knapp geschlagener Fünfter. Der Richterspruch lautete 1¾-K-kK-kK-7½.
Nach 4 Starts, 2 Siegen und einem Platz, mit einer Gewinnsumme von 291.207 DM und einem GAG von 97,5 war SILVANOs Vierjährigen-Kampagne beendet. Den Winter verbrachte er in Pisa und entging so den winterlichen Temperaturen in seinem Bremer Trainingsquartier. Von Pisa aus ging er dann als Fünfjähriger weiter auf Weltreise.
Erste Station machte er am 3. März 2001 in Kranji. Mit dem Singapore Cup wurde auf gutem Boden eine Gruppe I-Prüfung über 2000m gelaufen. SILVANO war wieder Andreas Suborics anvertraut und gewann sehr eindrucksvoll mit 5½ Längen vor Caitano (Jockey: Andrasch Starke). Dritter wurde Our Aristotle.
Zurück auf die 2400m ging es am 24. März 2001 in Dubai. Und auch auf eigentlich zu weiter Distanz verkaufte sich der von Andreas Suborics gerittene SILVANO im Dubai Sheema Classic (Gruppe II) vorzüglich. 2 Längen hinter Stay Gold und Fantastic Light, die nur eine Nase voneinander getrennt waren, kam SILVANO auf dem dritten Platz ins Ziel. Die ebenfalls deutsche Interessen vertretenden Starter Caitano und Catella wurden 6. bzw. 15. von 16 Pferden.
Wieder siegfertig vorstellen konnte sich SILVANO am 22. April 2001 auf dem ihm schon bekannten Kurs von Sha-Tin. Im Audemars Piguet Queen Elizabeth II Cup (Gruppe I, 2000m, Boden: gut) war er unter Andreas Suborics nicht zu schlagen und gewann mit 1¾ Längen vor dem Franzosen Jim and Tonic und dem von Ivan Allan vorbereiteten Indigenous. Caitano wurde im 13er-Feld 8.
Nun ging es zurück nach Kranji, wo am 12. Mai 2001 der Singapore Airlines International Cup (Gruppe I, 2000m, Boden: gut) gelaufen wurde. 10 Pferde waren am Start. Unter Andreas Suborics erreichte SILVANO dieses Mal nur den 5. Platz, konnte damit aber dennoch Geld mit nach Hause bringen. Gewonnen wurde die Prüfung von dem Engländer Endless Hall vor Jim and Tonic, With The Flow und Hill Of Grace. Bei SILVANO schien etwas die Luft raus zu sein, er hatte ja auch anstrengende Rennen und Reisen hinter sich gebracht. Zur Erholung ging es nun zurück auf den Fährhof. Unter der Obhut von Simon Stokes konnte SILVANO genügend auftanken, um wieder großartige Leistungen zu zeigen.
Mitte August war die Pause beendet, SILVANO bestieg den Flieger in Richtung USA. Am 18. August 2001 startete er in der Arlington Million (Gruppe I, 2000m, Boden: weich). Sein Jockey Andreas Suborics konnte zum wiederholten Male einen großen Erfolg mit ihm feiern. SILVANO gewann das Rennen wie er wollte, legte schlussendlich 3 Längen zwischen sich und den Zweitplatzierten Amerikaner Hap und sammelte mit diesem Sieg World Series-Punkte. Dritter wurde Redattore, Vierter der von Kent Desormeaux gerittene Schütz-Hengst Caitano.
SILVANO blieb in den USA und wurde am 8. September 2001 im Belmont Park in den Man o’War Stakes (Gruppe I, 2200m, Boden: fest) aufgeboten. Auch hier verkaufte er sich unter Andreas Suborics erstklassig. Im Ziel war er 2¼ Längen hinter dem Kanadier With Anticipation Zweiter, einen Hals hinter ihm kam die aus England entsandte Tanaka-Stute Ela Athena als Dritte über die Linie.
Down Under durfte auf SILVANOs Reiseliste natürlich auch nicht fehlen. Mit seinem in dieser Saison ständigen Partner Andreas Suborics startete er am 27. Oktober 2001 in Melbourne in der Carlton Draught Cox Plate (Gruppe I, 2040m, Boden: gut). Hier kam er mit der Bahn nicht gut zurecht und beendete das Rennen als Vierter. Gewonnen wurde die Prüfung von dem Australier Northerly vor der Superstute Sunline und Viscount, einem weiteren Starter aus Australien.
Für den letzten Start seiner Karriere ging es wieder nach Sha-Tin. Nicht wie im Vorjahr die Vase, sondern der über 2000m führende Hong Kong Cup (Gruppe I, Boden: gut) war das Ziel. Hier konnte SILVANO allerdings keine Akzente mehr setzen und kam mit Andreas Suborics im Sattel als 11. von 14 Startern über die Linie. Gewonnen wurde der Cup von dem Hongkong-Starter Agnes Digital vor dem Godolphin-Hengst Tobougg und der Französin Terre a Terre.
In seiner letzten und gleichzeitig erfolgreichsten Saison erreichte SILVANO eine Gewinnsumme von umgerechnet 4.299.693 DM.
Ab der Saison 2002 wurde SILVANO in seinem Heimatgestüt Fährhof als Deckhengst aufgestellt. In Deutschland wirkte er - erst ungeplant - nur 2 Deckzeiten, ist hier mit den Jahrgängen 2003 und 2004 vertreten.
Zur Southern Hemisphere Deckzeit 2004 wechselte er als erster deutscher Shuttle-Hengst nach Kapstadt/Südafrika in das Jacobs-Gestüt Maine Chance Farm und deckte dort in seiner ersten Saison über 100 Stuten. Für die Rückreise nach Deutschland erhielt er 2004 keine Ausreisegenehmigung von den südafrikanischen Behörden und blieb somit für die nächste Decksaison direkt in Südafrika.
Bei aller Sorgfalt, die wir beim Zusammenstellen der obigen Angaben wahren: die Informationen werden unabhängig von der offiziellen Datenbank des Direktoriums gesammelt. Daher können wir die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben nicht garantieren.
präsentiert weiterführende Links:
http://www.galoppfoto.de/
Letzte Änderung: 05.03.2004
Impressum | Copyright | Maike Hanneck | the virtual gaucho | 1998-2005
|